Kommunikation im Modernen Recruiting – Anzeigen-Bleiwüsten und gegenseitiges Anschweigen nach wie vor im Trend

Kommunikation im Modernen Recruiting – Anzeigen-Bleiwüsten und gegenseitiges Anschweigen nach wie vor im Trend

Wie im ersten Teil unserer Blog-Serie beschrieben, ist Transparenz einer der Schlüssel für erfolgreiches Recruiting. Doch wie können diese transparenten Einstellungsprozesse aussehen? Einen entscheidenden Beitrag zur gewünschten Nachvollziehbarkeit des unternehmerischen Handelns leistet die richtige Kommunikation.

Am Anfang war die Stellenanzeige

Der Dialog zwischen Recruitern und Kandidaten beginnt in der Regel mit der Stellenanzeige. Diese kommt oft überladen daher und ist gespickt mit einem Allerlei an unwichtigen Informationen. Ein aussagekräftiges Profil wird daraus selten ersichtlich, denn unüberprüfbare Softskills und must have Kriterien werden willkürlich gemischt, Ausdrücke wie „wünschenswert“ und „von Vorteil“ erschweren zudem die Übersicht und steigern die Verunsicherung bezüglich der wirklich notwendigen Qualifikationen. Häufig vermitteln Anzeigen mehr Verwirrung denn Orientierung. Es bleibt unklar, welches Profil konkret gesucht wird. Fazit: Unqualifizierte Bewerbungen fangen bereits bei der Formulierung der Stellenausschreibung an.

»Old school« Zeitungsannonce, Jobbörsen oder Karriereseiten

Die »old school« Zeitungsannonce, Jobbörsen oder firmeneigene Karriereseiten: Sie alle fallen all zu häufig durch Unübersichtlichkeit oder Unauffindbarkeit unangenehm auf und stellen so die Geduld der Jobsuchenden zusätzlich auf die Probe (beginnend mit dem Bewerbungsprozess).
Ob die Bewerbung über den Postweg, per E-mail oder über das Ausfüllen unübersichtlicher, zeitraubender Online-Formulare abgewickelt wird, eines haben alle gemein: Die Kommunikationswege sind lang und beschwerlich. Trotz der Mühe und Zeit, die die Bewerber investiert haben, über weitere Schritte werden sie völlig im Dunkeln gelassen. Besonders mit Feedback sparen Recruiter gern. Dies ist nicht zuletzt umfangreichen gesetzlichen Regelungen geschuldet. Dennoch – das Ende vom Lied: Recruiter bleiben zunehmend auf ihren unbesetzten Stellen sitzen und die Frustration der Jobsuchenden steigt mit jeder unerklärten Absage, die es unmöglich macht, das eigene Bewerbungsverhalten und/oder -strategie anzupassen.

Zunehmend fehlende Gebundenheit. Fluktuation. Fachkräftemangel.

KommunikationUnternehmen geraten zunehmend unter Druck. Der Fachkräftemangel schlägt immer größere Wellen, vakante Stellen bleiben immer länger unbesetzt. Die Zeiten des Kandidaten-Einkaufs sind vorbei. In der Konsequenz sollten sich Recruiter viel mehr als Stellen-Verkäufer denn als Einkäufer verstehen. Zudem rückt das eigene, persönliche Glück für die Beschäftigten immer mehr in den Vordergrund – unabhängig von der viel zitierten Generation »Y«. Arbeitnehmer wollen nicht mehr irgendeine Arbeit, sondern die, die am besten zu ihnen passt. 31 % aller Arbeitnehmer denken fortwährend latent über einen Jobwechsel nach. Und »jeder Dritte von ihnen ist bereits heute aktiv auf Jobsuche«**. Diese gesellschaftliche Entwicklung bietet Unternehmen durchaus einen positiven Effekt. Denn eine glücklichere Belegschaft reduziert Fehlzeiten und steigert die Produktivität und damit könnten Unternehmen richtig Geld sparen. Jährlich schlägt sich die Unzufriedenheit der Mitarbeiter wirtschaftlich in 80,3 Milliarden Euro*** Verlusten nieder. Es liegt also an den Unternehmen/Recruitern Kommunikationswege zu benutzen, die die richtigen Kandidaten zur richtigen Zeit identifizieren, aktivieren und schließlich gewinnen können.

Weniger statische Jobbörse, mehr Karrierebegleiter

kriterien-matchingDatengestützte Recruitingmodelle wie hijob verfolgen einen anderen Ansatz, der Transparenz in den Bewerbungsprozess bringt. Die Anzeigen folgen immer einer klaren prägnanten Struktur, dabei ist die Reduktion auf die must have Kriterien unerlässlich für den Abgleich mit den Kandidaten-Profilen. Allein durch die Anpassung der Kommunikation in diesem ersten Schritt, wird die Qualität des weiteren Prozesses und der Passgenauigkeit der Kandidaten gesteigert. Feedback-Funktionen geben den Recruitern die Möglichkeit zeitnah zu reagieren. Dadurch kann die weitere Jobsuche des Bewerbers angepasst werden und die Wahrscheinlichkeit für eine erfolgreiche Bewerbung steigt. Der geringe Aufwand bei Bewerbungen reduziert die Frustration für Bewerber und Recruiter gleichermaßen und erweitert den Bewerberpool. Personaler finden passendere Kandidaten und Kandidaten passendere Jobs.

Moderne Kommunikation für Modernes Recruiting

Die ganze Welt »liked« und »shared« und präsentiert sich mit seinen Vorzügen im Netz, dies lässt sich auch auf die HR-Arbeit anwenden. Die Nutzung des Internets für die Personalbeschaffung geht einher mit einer Öffnung der Strukturen, mehr Transparenz und zwangsläufig mehr Kommunikation und Interaktion. Um auch weiterhin passende, qualifizierte Kandidaten zu erreichen, muss das moderne Recruiting sich weiterentwickeln und diese Mechanismen verinnerlichen.

(Inter-)Aktionen sowie geäußertes Feedback hinterlassen im Internet einen Fußabdruck und Daten. Wie sich mithilfe von Machine Learning und künstlicher Intelligenz diese Daten zu Gunsten der Jobsuchenden gebrauchen lassen und was datengestütztes Recruiting im Detail bedeutet, erfahren Sie im nächsten Teil unserer Serie „Modernes Recruiting“.

 

Quellen:
*spiegel.de/karriere
**spielraum.xing.com
***onvista.de
Repräsentative hijob-Umfrage durch CorpNewsMedia Hamburg, Alter der Befragten: 18 bis 55 Jahre

Kontakt
Mail: kontakt@hijob.me
Telefon: 0221-64304470

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